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[Haushaltsrede unseres
Gemeinderates Thomas Danner im O-Ton:]
Rede zum
Haushaltsjahr 2011:
Sehr
geehrter Herr Bürgermeister Dr. Bentler, sehr geehrte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, liebe
Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates,
sehr geehrte Gäste,
heute gilt
es den
Haushalt 2011
zu verabschieden, welcher wie bereits
gehört, sich in einem schwierigen, aber doch sich deutlich
verbesserten wirtschaftlichem Umfeld einzufügen hat. Vor 3
Wochen hat der Chef des Internationalen Währungsfonds,
Dominique Strauss-Kahn in einem Interview im Magazin
„Stern“ die derzeitige Weltwirtschaftslage beleuchtet. Er
ist der Auffassung, dass die internationale
Wirtschaftskrise noch nicht überwunden ist. Die weltweite
wirtschaftliche Erholung verlaufe nämlich sehr
ungleichmäßig. Auch wenn es Deutschland im Moment gut gehe,
so sei die deutsche Wirtschaft doch aufgrund ihrer
Exportabhängigkeit abhängig von der weltweiten Kaufkraft.
Solange die wirtschaftliche Erholung in den USA und in
weiten Teilen Europas eher schleppend verlaufe, sei der
derzeitige Boom in Deutschland nicht nachhaltig, hinzu
kämen erhebliche Handelsbilanzprobleme vieler Staaten und
ein drohender Abwertungswettlauf wichtiger Währungen.
Was bedeutet das
für Gundelfingen?
Nach
Meinung der
CDU Fraktion
spiegelt sich die o.g. Situation auch in
unserem Haushalt 2011 wieder. Vorab sei gesagt, dass wir
derzeit die laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt nicht
die Einnahmen decken können. Fast 800.000 € fehlen in der
Kasse. Die Gründe hierfür haben wir bereits gehört. Das
bedeutet wiederum, dass wir im Vermögenshaushalt weniger
Investieren können als gewünscht, da wir diese Unterdeckung
nur über unsere noch vorhandenen Rücklagen decken können,
bzw. hierfür Kredite aufnehmen müssen.
Begeben wir
uns doch mal auf eine
Reise durch unser
Gundelfingen.
Wir starten hier im Rathaus und wollen auf Badisch „mol
gugge wie's Geld usgeh wird.“ Wir brauchen gar nicht weit
gehen und stehen auf dem Schulhof der
Grundschule
und drehen uns einmal im Kreis. Hier werden für die Schule,
Rathaus und KuV in diesem Jahr nochmals knapp 50.000 € für
das Nötigste bereitgestellt, obwohl sehr viele Wünsche der
Verwaltung vorerst in die Folgejahre geschoben wurden. In
diesem Jahr wurde schon richtungsweisend sehr viel Geld
(ca. 715.000 € inkl.
Grunderwerbsteuer)für die Grundschule
investiert. Es wurde das Grundstückes mit Wohnhaus in der
Gartenstraße neben der Schule gekauft. Unter anderem wurde
für den Kauf ein Darlehen aufgenommen. Wir bitten jedoch um
Geduld bis dieUmsetzung eines Anbaus der Grundschule
realisiert werden kann, da erst ein entsprechendes Konzept
der Schule in Zusammenarbeit mit der Verwaltung noch
erarbeitet werden muss und derzeit keine finanziellen
Mittel für die weiteren notwendigen Investitionen vorhanden
sind.
Bleiben wir
bei den Schulen. Das Thema
Schulsozial-arbeit
wird derzeit auch sehr intensiv im Rat
diskutiert. Ist sie tatsächlich notwendig? Wie ist die
Realität ? Die Schulen müssen immer mehr Erziehungsarbeit
über-nehmen. An unsererHauptschule bzw. neu Werkrealschule
haben wir bereits durchaus positive Erfahrungen mit unserer
Schulsozialarbeit gemacht. Die CDU Fraktion geht
dabeiinhaltlich im wesentlichen mit dem Antrag der Freien
Wähler konform. Nur zur konkreten Umsetzung wünschen wir
uns einen klar Strukturierten Stufenplan, derfolgendes
beinhaltet:
1) einen
alle Schularten übergreifenden Bedarfsplan, d.h. Jede
Schule erarbeitet in ihren Gremien einen Bedarfsplan mit
inhaltlichen und zeitlichen Vorgaben.
2) Die
Suche nach einem kompetenten Träger, wie z.Bsp. Caritas,
Diakonie, AWO, der möglichst bereit ist unsere beiden
Sozialarbeiter zu integrieren. Bei unserem Besuch in
Efringen-Kirchen wurde uns bestätigt, dass ein Träger mit
Erfahrung in Schulsozialarbeit wichtig ist – auch wegen der
Weiterbildung, Supervision etc. Ein Fehlschluss sei es,
wenn die Gemeinde glaubt, das optimal mit Angestellten
leisten zu können, wie wir schon selber festgestellt haben.
3) die
Ausarbeitung einer Gesamtkonzeption mit Schulen und Träger
im SKSS Ausschuss
4) einen
Schulträger übergreifenden Finanzierungsplan sowie dann
5) die
konkrete Umsetzung.
Damit sind
wir überzeugt eine gute Versorgung ALLER Schulen in
Gundelfingen zu erreichen und die Kinder vom 1. Schultag an
bis zu Ihrem Abschluss ihrer Schullaufbahn zu begleiten und
zu unterstützen. Diese künftige Investition in die
Schulsozialarbeit ist dann auch nachhaltig und vertretbar.
Gehen wir
wieder zurück auf den Schulhof der Grundschule. Die
Turn und Festhalle
hat ein neues Dach bekommen. Hier konnten
Mittel aus dem Konjunkturprogramm generiert werden. Das die
Sanierung damit nicht fertig ist, ist jedem klar. Neben dem
Foyer und dem Innenleben der Halle ist es wichtig auch
endlich einen behindertengerechten Zugang zu bekommen.
Leider müssen diese Investitionen derzeit auf Eis gelegt
werden, dürfen aber nicht in Vergessenheit geraten.
Das
Jugendzentrum
wurde im Laufe dieses Jahres ebenfalls
saniert für die Erweiterung des Schülerhortes um eine
Gruppe für ca. 200.000 €. Hier können wir festhalten, dass
sich die Investition gelohnt hat. Mit der räumlichen
Entlastung in der Grundschule und 30 neuen Plätzen für
Schülerinnen und Schüler für den Schülerhort , haben wir
den ersten Schritt zum neuen Raumkonzept der Grundschule
getan, sowie die Kinderbetreuung in Gundelfingen sinnvoll
erweitert. Schön ist auch zu hören, dass es nun keine
Warteliste mehr gibt. Ein Dankeschön an
das
Team um Herrn Föhrenbach, das auch mit sehr vielen
Eigenleistungen und Engagement dafür gesorgt hat, dass die
Kosten im Rahmen geblieben sind. Die Werkstatt wurde durch
Spenden eingerichtet. Hier auch ein Dank an alle Spender.
Das Konzept greift und wird auch dankbar von den Kindern
angenommen. Eine Betreuung der Schüler von 7.30 Uhr bis
17.00 bzw. 18.00 Uhr ist dadurch möglich geworden. Die
Erweiterung kostet die Gemeinde im Jahr künftig fast 40.000
€ mehr, da auch entsprechend geschultes Personal
eingestellt wurde. Aber auch hier ist die Nachhaltigkeit
gegeben. Die Tagesmütterförderung greift ebenfalls, was
unsere Erfüllung des gesetzl. Anspruches für die unter drei
Jährigen erleichtert.
Wenn wir
gerade bei den Schulen sind. Ein kurzer Abstecher in die
Kandelstrasse
. Die Fortschritte der Sanierung und Neubaus
des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und Werkrealschule sind
deutlich sichtbar. Die Mediathek und die neuen
Klassenzimmer im Neubau können vermutlich nächstes Jahr
schon genutzt werden.
Hier wird
natürlich auch in den kommenden Jahren der Schwerpunkt der
Investitionen liegen. Für das Haushatsjahr 2011 sind erneut
670.000 € vorgesehen. Den fast gleichen Betrag für das Jahr
2012. Wenn man den Gesamtetat des Vermögenshaushaltes
betrachtet, verschlingt diese Investition natürlich neben
der Zuführung zum Verwaltungshaushalt mit 783.000 € und den
Tilgungen der bestehenden Kreditverpflichtungen mit 538.000
€ den Großteil aller zur Verfügung stehenden Mittel was
derzeit gleich zu setzen ist mit der Entnahme aus den noch
vorhandenen Rücklagen. Wir sind immer noch auf dem
Schulhof. Die
Volkshochschule
in Gundelfingen ist ein Novum in der Region.
Es ist ein Luxus, dass wir uns als kleine Gemeinde eine
eigene VHS leisten mit einem so vielfältigen Angebot. Die
CDU Fraktion möchte diese Einrichtung auch weiterhin
halten, da die VHS in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Was
jedoch im Auge behalten werden muss, ist der derzeitige
Zuschuss Bedarf der 2011 bedingt durch einen
Personalwechsel sich stark erhöht hat und bei ca. 135.000 €
liegen wird. Künftig sollte jedoch dieser wenn möglich
nicht über 100.000 € liegen.
Verlassen
wir nun die Schule und gehen Richtung Mooswald. Dann kommen
wir zum
Feuerwehr- und DRK
Haus am Herdweg.
Die laufenden Kosten der Feuerwehr, welche zur Sicherheit
der Gundelfinger Bürger notwendig sind, belaufen sich hier
auf ca. 96.000 € pro Jahr für Gerätschaften,
Schutzkleidung, Instandhaltung von Fahrzeugen etc. Hinzu
kommen noch Ersatzbeschaffungen für 17.000 €. Geplant in
naher Zukunft ist auch die Anschaffung eines weiteren
Fahrzeuges, welches ca. 160.000 € kosten wird. Hier möchten
wir auch nochmals darauf hinweisen, dass die Verwaltung mit
der Feuerwehr Gundelfingen und Abteilung Wildtal gemeinsam
hinarbeiten, dass es künftig nur noch einen Standort für
die Gundelfinger Feuerwehr geben kann, nach dem Motto, „ein
Dorf eine Wehr“. Positive Entwicklungen hierfür sind
zwischenzeitlich schon von beiden Abteilungen in der stark
verbesserten Zusammenarbeit schon zu sehen. Vielen Dank
hierfür. Für die vielen Einsätze in diesem Jahr (Lt.
Internet inzwischen 50 !!) möchten wir uns bei allen
Feuerwehr Kameraden ganz herzlich bedanken. Vom Herdweg aus
gehen wir in die Kirchstrasse und besuchen einen der fünf
Kindergärten und
weiteren Betreuungs-einrichtungen
von
Gundelfingen und Wildtal.
Die laufenden Zuschüsse für die Betreuung unserer Kinder in
Gundelfingen und Wildtal belaufen sich mittlerweile auf 1,3
Millionen Euro im Jahr. Durch den ab 2013 gesetzlich
verankerten Anspruch der unter Dreijährigen Kinder auf
einen Betreuungsplatz ist hier noch nicht die Spitze des
Eisberges erreicht, da Planungen im Kath. Kindergarten von
einer neuen Gruppe (Beteiligung der Gemeinde 70% an den
Baukosten ca. 240.000 €) und beim gemeindeeigenen
Kindergarten Seestern von zwei neuen Gruppen (Baukosten ca.
640.000 €) bereits laufen und pro Gruppe wurde ein
zusätzlicher jährlicher Zuschussbedarf von ca. 50.000 €
errechnet. Der Evangelische Kindergarten hat seit kurzem
den Betrieb einer Gruppe unter Dreijährigen Kinder in den
neu sanierten Räumlichkeiten in der Kirchstrasse
aufgenommen. Ganz sind die Sanierungsarbeiten noch nicht
abgeschlossen. Hier wurden knapp 470.000 € von der
politischen Gemeinde für die Sanierung investiert. Alle
diese Investitionen werden von der CDU Fraktion als
Nachhaltig und notwendig gesehen und werden entsprechend
unterstützt. Fahren wir nun auf unseren
Gemeindestraßen
durch Gundelfingen in Richtung
Wildtal. Bei dieser
Position der Straßen und Wege wird von dem Bauamt immer ein
hoher Betrag angemeldet, da doch viele Straßen in
Gundelfingen und Wildtal in einem sehr schlechten Zustand
sind. Für uns im Finanzausschuss, ist dies jedoch immer
eine Position wo gestrichen werden kann, wenn es
finanzielle Engpässe im Haushalt gibt. Jedoch ist es bald
nicht mehr möglich Sanierungen zu schieben. Hier werden
2011 170.000 € zur Verfügung gestellt. Die Umrüstung der
Straßenlaternen wird dieses Jahr auch über 100.000 € in
Anspruch nehmen, was energetisch auch notwendig ist und die
Unterhaltungskosten doch zumindest nicht ansteigen
lassensollen.Nach der Eisenbahnbrücke Richtung Wildtal
biegen wir zum
Obermattenbad
ab. Während in anderen Städten und Gemeinden
die Bäder geschlossen werden, da sie sich diese nicht mehr
leisten können, müssen wir in Gundelfingen in den nächsten
Jahren ca. 1 Million Euro in unser Obermattenbad
investieren. Erste Sanierungen wurden bereits auch den
Besuchern sichtbar. Die Sauna soll nun im nächsten Jahr von
Grund auf saniert und erweitert werden. Ebenso liegt eine
Dachsanierung noch vor uns und und und ... Faktisch wird
die Sanierung von der GWH
ein Tochterunternehmen der Gemeinde vorgenommen, aber
praktisch tangiert diese Maßnahme genauso den
Gemeindehaushalt. Dieses Jahr schießt die Gemeinde 100.000
€ der GWH zu als Verlustausgleich, was vermutlich nicht
ausreichen wird. Die CDU Fraktion unterstützt dieses
Vorhaben und sieht dies natürlich auch als einen Beitrag
für die Erhaltung der Attraktivität und guten Infrastruktur
von Gundelfingen.
Fahren wir
nun weiter zur
Friedrich
Fröbel Schule.
Hier sind
größere Sanierungsmaßnahmen sowie Energetische
Verbesserungen notwendig. Hier erhalten wir auch von den
beteiligten Partnergemeinden Unterstützung, sodass die
geplante Investition für 2011 von 40.000 € und 160.000 € in
2012 nicht nur von unseren Gemeinde getragen werden muss.
500 m weiter von der Friedrich Fröbel Schule Richtung
Freiburg liegt das Sonneareal. Das Thema
Sonneareal
kann natürlich im Wildtal nicht vergessen werden. Die
Meinungen der Befürworter und Gegner zum vorliegenden Plan
werden sehr kontrovers vertreten und finden nicht immer den
richtigen Ton in der Diskussion bzw. gehen zuweilen sogar
unter die Gürtellinie.
Wir als CDU
Fraktion finden diesen Umgang jedoch sehr Schade und haben
das Thema vor fast zwei Jahren nicht aufgegriffen um eine
Spaltung in der Bevölkerung
damit
auszulösen. Es war und ist unsere Intention, dass endlich
etwas auf dem Areal der Sonne baulich voran gehen kann und
für Wildtal eine kleine aber attraktive Ortsmitte entsteht.
Wir wünschen uns deshalb, dass neben dem finanziellen
Aspekt auch die Gesamtkonzeption berücksichtigt wird und
dann die getroffene demokratische Entscheidung toleriert
wird.
Gehen wir
nun wieder zurück ins Rathaus und überlegen uns wie wir das
ganze finanzieren .Neben den bereits genannten
Investitionen werden wir auch weiterhin die
Vereine
und
die Musikschule
weiter unterstützen. Einen großen Posten
nehmen die Sozialkosten mit Kreisumlage und den
schulischen, sozialen und kulturellen Einrichtungen im
Gesamthaushalt ein. Fast die Hälfte aller Ausgaben machen
diese aus.
Und wo nehmen wir
nun das Geld dafür her ??
Auf der
einen Seite hoffen wir, dass wie bisher die
Gewerbesteuereinnahmen
auch
weiterhin besser als geplant sprudeln. Diese Einnahmen sind
jedoch nur sehr schwer einschätzbar, deshalb halten wir es
für richtig den Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen an den
bekannten Vorauszahlungen zu orientieren. Ebenso wichtig
ist es , dass die Bürger von Gundelfingen die
ortsansässigen Firmen durch Berücksichtigung beim Einkauf,
Auftragsvergabe etc. unterstützen. Die
Einwohnerzahl
der Gemeinde muss konstant bleibt. Dies ist
wichtig für den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.
Deshalb wollen wir, die CDU Fraktion,
nochmals
an unseren Antrag baldmöglichst einen Bebauungsplan für
Nägelesee – Nord aufzustellen, erinnern. Uns ist bewusst,
dass hier die Gemeinde mit den Planungs- und
Erschließungskosten in Vorleistung gehen muss, aber wir
halten diese für nachhaltig, da wir dadurch zumindest dem
Ziel die Einwohnerzahl konstant zu halten, näher kommen.
Die Einrichtungen wie Obermattenbad, VHS, die
Infrastruktur, die Kindergärten und Schulen, sind nur so zu
finanzieren. Deshalb sehen wir die Bebauung von Nägelesee
Nord als nächsten logischen Schritt.
Ansonsten
werden wir wieder einen Großteil der noch vorhandenen
Rücklagen
verbrauchen müssen. In diesem Jahr werden wir vor. 200.000
€ weniger als geplant entnehmen müssen und dass obwohl
einige außerplanmäßigen Investitionen getätigt wurden. Für
2011 ist eine Entnahme von 1.576.340 € miteingerechnet.
Übrig
bleiben danach noch 775.000 € in den Rücklagen. Vor zwei
Jahren waren da noch über 5 Millionen €. Eine
Kreditermächtigung von 1 Million € wurde zusätzlich
erteilt. Wir stehen jedoch trotz allem im Vergleich von
vielen anderen Gemeinden immer noch gut da. Hoffen wir,
dass die Wirtschaftsprognosen eintreffen und wir wieder von
höheren Steuereinnahmen in den kommenden Jahren ausgehen
können. Aufgaben zu bewältigen haben wir genug.
Aussicht auf die
kommenden Jahre:
Bei unseren
Haushaltsüberlegungen werden wir in Zukunft nicht nur die
Kinderbetreuung intensivieren müssen, sondern uns auch
Gedanken über die kommunalpolitischen Herausforderungen
machen müssen, die das
Älter werden
in unserer Gesellschaft mit sich bringt. Im
Jahr 1990 hielt sich der Anteil von 17% Kindern und
Jugendlichen und 16% alte Menschen in Gundelfingen noch in
etwa die Waage. 2050 werden wir hier ca. 11 % Kinder und
Jugendliche und 35 % Alte haben. Das bedeutet, wenn wir von
der Entwicklung nicht überrascht werden wollen, müssen wir
uns Gedanken über neue Versorgungsstrukturen machen. Wir
haben deshalb als CDU Gundelfingen die Angebote für
Senioren in Gundelfingen analysiert und in einer kleinen
Broschüre zusammengefasst (die übrigens bereits nach 1
Woche vergriffen war und im Januar neu aufgelegt wird) und
wir waren überrascht, wie vielfältig das Angebot bereits
ist.
Was die
stationäre Betreuung im Seniorenheim und die ambulante
Pflege betrifft, sind wir schon recht gut versorgt. Eine
wichtige Ergänzung war auch der Kauf des Gebäudes Bundesstr.
39, wo jetzt die Tagesbetreuung für Demenzkranke
stattfindet. Was aber noch fehlt in der Gemeinde und wofür
wir uns in Zukunft einsetzen wollen – und da gibt´s auch
schon konkrete Gespräche - sind alternative Wohnangebote,
z.B. ein Mehrgenerationen-haus, wo niederschwellige
gegenseitige Hilfe möglich ist, oder neue Wohnformen für
Singles, die der Vereinsam-ung entgegen wirken, oder
Demenzwohngruppen, die auch Angehörige und Ehrenamtliche in
die Pflege mit einbinden und für die Angehörigen Pflege und
Beruf wieder vereinbar machen, ohne in permanente
Überforderung zu geraten.
Wir werden
vor allem vernetzte Angebote brauchen, damit Bürger,
Gemeinde und Institutionen Hand in Hand arbeiten können.
Das sind
ein paar Projekte, die u.a. bei der CDU in den nächsten
Jahren auf der Agenda stehen, wenn die Finanzlage sich
hoffentlich in Zukunft wieder etwas entspannt.
Das
Fazit
für
unsere Fraktion ist, dass die finanziellen Möglichkeiten
gezielt und zukunftsorientiert für alle Bürger eingesetzt
werden müssen. Es können derzeit keine Wünsche erfüllt
werden, die nicht Nachhaltigkeit beinhalten, da die
finanziellen Mittel leider nicht unbegrenzt zur Verfügung
stehen. Da müssen leider auch immer wieder schmerzlichen
Entscheidungen getroffen werden, die bei anderer
Haushaltslage vielleicht anders entschieden worden wären.
Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und faire
Zusammenarbeit mit allen Bürgern in Gundelfingen und
Wildtal, der Verwaltung und den Ratskolleginnen und
Kollegen.
Zum Schluss
möchten wir
Dank sagen,
der Verwaltung, Herrn Bürgermeister Dr.
Bentler, Herrn Binz
mit seinem Team, der Hauptverwaltung, dem Bauamt und allen
die mitgearbeitet haben, die Sitzungen der drei Ausschüsse
sehr gut vorzubereiten.
Ebenso
danken möchte ich meinen Ratskolleginnen und Kollegen für
die gute
Zusammenarbeit in den Ausschusssitzungen und der guten
Stimmung trotz nicht immer einfachen Themen.
Unsere
Fraktion ist der Meinung, dass der Haushalt die
Schwerpunkte, die notwendig sind gesetzt hat und wird dem
Haushalt zustimmen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit .
Thomas Danner
Haushaltsrede als
PDF-Dokument:
Haushaltsrede 2011.pdf
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